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Quelle: SBV / Stefan Friedrich

Verbandstag SBV am 9. Mai 2026 in Coswig

Uwe Jahn ist alter und neuer Präsident des Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (SBV). Der 63-jährige Leipziger wurde beim SBV-Verbandstag am vergangenen Wochenende in Coswig (Landkreis Meißen) einstimmig wiedergewählt. Damit steht Uwe Jahn seit 2010 an der Spitze des drittgrößten Landesfachverbandes im Landessportbund Sachsen.
Auch die weiteren Präsidiumsmitglieder wurden beim Verbandstag in ihren Ämtern bestätigt: Simone Zimmermann (Vizepräsidentin Behindertensport), Dr. Detlev Günz (Vizepräsident Rehabilitationssport), Reinhard Bilz (Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring), Rainer Scholz (Landeslehrwart), Dr. Anne-Christin Hoffmann (Landessportärztin) sowie Sylke Zehrfeld (Landesschatzmeisterin). Die Position des/der Landesjugendwartes/Landesjugendwartin bleibt unbesetzt.
Durch eine Reihe von Beschlüssen stellte sich der SBV auf dem Verbandstag für kommende Entwicklungen in den nächsten Jahren auf. Neu beschlossen wurde der „Handlungsleitfaden zu interpersonaler Gewalt“, der verschiedene präventive Maßnahmen und Interventionsansätze zur Stärkung des Schutzes vor Gewalt jeglicher Form bei Aktivitäten des SBV ermöglicht. Bei den beschlossenen Satzungsänderungen ist die Einarbeitung des Handlungsleitfadens ein zentraler Baustein.
Auch das Leistungssportkonzept 2024-2028 wurde von den Delegierten des Verbandstages bestätigt. Dieses sieht die Fokussierung auf Schwerpunktsportarten vor, die seitens des SBV vorrangig gefördert werden sollen. Dies ist in erster Linie Sitzvolleyball und nachgeordnet Goalball, Para Triathlon, Para Badminton und Rollstuhlbasketball. Weitere Sportarten werden ausschließlich Athlet/-innenbezogen in Ausnahmefällen unterstützt. Darüber hinaus beschloss der Verbandstag aufgrund von Kostensteigerungen in vielen Bereichen zudem eine moderate Beitragsanpassung nach oben, die in den Jahren 2027 und 2028 schrittweise erfolgt.
In Anwesenheit des sächsischen Landesbeauftragten für Inklusion der Menschen mit Behinderungen Michael Welsch sowie des Präsidenten des Landessportbundes Sachsen Dr. Frank Pfeil, die beide als Gäste des Verbandstages vor Ort waren, hob Uwe Jahn die Rolle des SBV bei der Inklusion von Menschen mit Handicap im sächsischen Sport hervor. „Unser Verband ist Vorreiter bei der Inklusion im Sport und damit erfüllen wir eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft“, so der wiedergewählte SBV-Präsident. In diesem Zusammenhang würdigte er, dass durch den aktuellen Doppelhaushalt des Freistaats Sachsen entsprechende Mittel bereitgestellt werden, die eine Wiederaufnahme des Inklusionsprojektes „miss“ (Mehr Inklusion im Sport in Sachsen) in 2025 und 2026 ermöglichten. Im Rahmen dieses Projektes wurde der SBV zur Anlaufstelle für Interessierte, Vereine, Verbände und Partner für das Thema inklusiver Sport im Freistaat Sachsen. Die Weiterführung des Projektes hängt von den Beschlüssen zum Doppelhaushalt 2027/2028 des Freistaats ab.

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