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Auf dem Bild sind Deutschland Goalball-Herren zu sehen. Die hintere Reihe wurde stehend, die vordere Reihe hocken fotogarfiert. Alle jubeln freudig in die Kamera. Foto: Goalball Germany
Deutschland Goalball-Herren; Foto: Goalball Germany

EM Goalball: Jubeln über Bronze

Die deutsche Goalball Nationalmannschaft hat mit Oliver Hörauf, Rouven Schetelich (beide Chemnitzer Ballsportclub) sowie Philipp Tauscher (SGV Dresden) bei den Europameisterschaften im finnischen Pajulaht die Bronzemedaille gewonnen. Im kleinen Finale jubelte das Team von Bundestrainer Stefan Weil über einen deutlichen 5:0-Erfolg gegen Israel. Mit Platz drei ist auch die Qualifikation für die WM 2026 gesichert.

Souverän und ohne Gegentor haben die deutschen Goalball-Herren das kleine Finale gegen Israel gewonnen. Schon in der ersten Hälfte begab sich Deutschland mit einer konzentrierten Leistung auf die Siegerstraße und führte klar mit 4:0. Damit belohnte sich die Mannschaft für ein konstant gutes Turnier mit fünf Siegen sowie nur zwei knappen Niederlagen gegen die Finalisten Ukraine (2:4 in der Vorrunde) und Türkei (7:9 im Halbfi-nale). Damit unterstrich das Aufgebot von Bundestrainer Stefan Weil und Co-Trainer Reno Tiede die gute Entwicklung nach zuvor schwierigen Jahren des Umbruchs.

„Die Jungs waren in der Kabine außer Rand und Band. Das haben sie sich verdient, denn es war ein sehr souveränes kleines Finale – zu Null auf diesem hohen Niveau ist einfach richtig gut. Unsere Defense stand wieder, es war eine tolle Teamleistung übers gesamte Turnier, voller Leidenschaft – und jetzt ist gute Laune angesagt“, betont der Bundestrainer und fügt an: „Die anderen mögen die Stars haben, wir haben die Mannschaft. Und wir haben uns diese Medaille einfach verdient.“

Die deutschen Goalball-Herren erlebten in den vergangenen Jahren beide Extreme des Sports. Auf die Paralympics-Teilnahme 2016 in Rio, EM-Silber 2017, die Vize-Weltmeisterschaft 2018 und den EM-Titel beim Heimturnier 2019 in Rostock folgten das Vorrunden-Aus bei den Paralympics in Tokio 2021 sowie bei den World Games 2023, Viertelfinal-Niederlagen bei den Welt- und Europameisterschaften sowie die verpasste Qualifikation für die Spiele in Paris. Nach dem größten Boom, den Goalball-Deutschland vermutlich je erlebt hatte, kam der Abschwung mit schmerzhaften Dämpfern. Stefan Weil war schon vor dem Turnier zuversichtlich, dass sein Team wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat. „Wir haben in der Vorbereitung gute Turniere gespielt, das Team ist zusammengewachsen und es hat sich eine neue Hierarchie gebildet. Darauf lässt sich aufbauen – und das wollen wir bei der EM zeigen“, so der Bundestrainer vor der Reise nach Finnland. Das Fazit: Gesagt, getan. Das Team hat geliefert. Und möchte bei den Weltmeisterschaften 2026 daran anknüpfen und den eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Quelle: Kevin Müller / DBS

Foto: Goalball Germany
 

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