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01.11.2021 | Para Eishockey: Über Berlin zu den Paralympics 2022

Das Paralympics-Qualifikationsturnier im Para Eishockey wird vom 26. November bis 1. Dezember 2021 in der Berlin ausgetragen – Das deutsche Team, darunter die sächsischen Spieler Bernhard Hering, Robert Pabst, Christian Pilz und Frank Rennhack vom ESC Dresden, fiebert dem Turnier im eigenen Land entgegen: „Das ist eine Riesenchance“.

Foto: Ralf Kuckuck / DBS

Es ist die letzte Chance für eine Teilnahme an den Paralympics: Vom 26. November bis 1. Dezember findet in Berlin das Qualifikationsturnier für die paralympischen Winterspiele in Peking 2022 statt. Somit kämpfen die vier Sachsen mit der deutschen Nationalmannschaft auf heimischem Eis um die beiden begehrten Peking-Tickets. Möglich macht dies die kurzfristige Ausrichtung durch den Deutschen Behindertensportverband (DBS).
 
„Für uns ist das ein Riesengeschenk und eine Riesenchance zugleich, vor heimischem Publikum um die letzten beiden Plätze für Peking zu kämpfen. Unsere Motivation ist dadurch nur noch größer. Wir wollen den Hype mitnehmen und uns mit dem nötigen Quäntchen Glück den Traum erfüllen“, sagt Deutschlands Cheftrainer Andreas Pokorny. Für die deutsche Nationalmannschaft wäre es erst die zweite Teilnahme an den Spielen nach Turin 2006. Damals landete das Team auf einem hervorragenden vierten Platz. Zuletzt wurden die Spiele zweimal ganz knapp verpasst, doch diesmal soll es klappen. „Die Stimmung ist super, wir sind eingespielt und haben in den vergangenen beiden Jahren trotz der Schwierigkeiten rund um die Corona-Pandemie immer wieder gute Ergebnisse erzielt“, betont der frühere Eishockey-Profi Pokorny, der mit den Kölner Haien dreimal die deutsche Meisterschaft feierte.
 
Den Grundstein dafür, dass der Traum von den Paralympics in Peking noch lebt, legte die Mannschaft mit teils begeisternden Auftritten bei der B-WM Ende September in Schweden. Dort schaffte Deutschland mit Platz zwei hinter China nicht nur den Aufstieg in die A-Gruppe, sondern sicherte sich auch die Teilnahme am Qualifikationsturnier – einzig der Austragungsort war noch offen. Nun steht fest: Das Turnier wird in Berlin-Charlottenburg in der Eishalle „PO9“, der Heimspielstätte des ECC Preussen Berlin, ausgetragen. Dort fand vor zwei Jahren, im November 2019, bereits die B-WM statt. „Wir nehmen die Chance gerne wahr und hoffen, dass wir mit der Ausrichtung des Turniers in Deutschland für eine Portion Zusatz-Motivation sorgen und unseren Beitrag leisten, damit die Mannschaft erfolgreich um das Peking-Ticket kämpft – wohlwissend, dass uns in den kommenden Wochen ein organisatorischer Kraftakt bevorsteht“, sagt DBS-Generalsekretär Torsten Burmester.

Für die deutsche Nationalmannschaft und den vier sächsischen Spielern wird es ein Kraftakt auf dem Eis. Sechs Mannschaften duellieren sich vom 26. November bis 1. Dezember an fünf Spieltagen (29. November Ruhetag) und in insgesamt 15 Partien um die letzten beiden Plätze. Neben der Auswahl des Trainer-Duos Andreas Pokorny und Michael Gursinsky kämpfen noch Norwegen, Italien, Schweden, die Slowakei und Japan im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ um die Paralympics-Qualifikation. „Wir haben fünf Endspiele und dürfen uns keine Ausrutscher erlauben. Bei der B-WM und in den Testspielen haben wir viel Selbstvertrauen gesammelt und wollen mit breiter Brust auftreten“, betont Pokorny. Bevor es in Berlin ernst wird, bestreitet die deutsche Nationalmannschaft Anfang November noch einen Lehrgang in Dresden mit zwei Testspielen gegen Tschechien als Generalprobe. Eine Woche später folgt ein weiterer Lehrgang in Krefeld mit einem Auftritt im Rahmen des Deutschland-Cups – und damit beste Werbung für die Sportart Para Eishockey und das Qualifikationsturnier in Berlin ab dem 26. November.

 

Textquellen: SBV/DBS Pressemeldung

Foto: Ralf Kuckuck / DBS

 

 



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