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14.07.2017 | Internationale Deutsche Meisterschaften im Schwimmen 06.-09.07.1717 in Berlin

„Von Neulingen und WM – Kandidaten“ könnte eine passende Überschrift für die diesjährige Internationale Deutsche Meisterschaft im paralympischen Schwimmen aus sächsischer Sicht lauten.

Aus Sachsen waren Sportler dreier Vereine (BV Leipzig, BfV Ascota Chemnitz, SC Riesa) und mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielstellungen in die Hauptstadt gereist.

Am Ende der viertägigen Veranstaltung lässt sich ein überaus positives Fazit aus Berlin mitnehmen. Alle Sachsen waren gemäß ihrer Meisterschaftszielstellungen erfolgreich. Es wurden viele persönliche Bestmarken aufgestellt, Finals erreicht, Medaillen erkämpft und eine WM – Qualifikation geschafft. Sogar ein internationaler Deutscher Meister kommt aus den eigenen Reihen.

Die Sachsen haben mit Peggy Sonntag (BV Leipzig) eine Sportlerin, die die WM – Norm über 50m Schmetterling erfüllt (bereits im Frühjahr, in Berlin noch einmal wiederholt) und damit beste Chancen auf eine Nominierung durch den DBS für die Welttitelkämpfe im Oktober in Mexiko-City hat.

Ein Achtungszeichen setzte der 19-jährige Max Gelhaar, der gleich am ersten Tag seine Bestzeit über 400 Meter Lagen um satte 10 Sekunden verbesserte und mit seiner Leistung die Konkurrenz für sich entschied. Er lieferte über alle Tage konstant gute bis sehr gute Leistungen ab, verbesserte sich bei allen Starts. Um ein Haar schrammte er im Finale der 400 Meter Freistil an der WM – Norm vorbei. Nur 4 Zehntel fehlten Max zur Norm. Sein Ärger darüber hielt sich in Grenzen, die Freude über die Leistung und die Steigerungen überwog deutlich.

Bester sächsischer Jugendsportler im Wasser ist Nico Clemens aus Chemnitz, der zweimal ein Jugendfinale (mit internationaler Besetzung) erreichte und der über 200m Lagen die Bronzemedaille in der deutschen Jugendwertung gewann. Auch er konnte sich über fast alle Strecken, in denen er am Start war, klar verbessern.

Das sächsische Team hatte auch zwei Neulinge in Berlin dabei: Franziska Mitschke aus Riesa (Jugend B) sowie Yannick Eckart (ebenfalls Jugend B) erlebten bei der IDM ihre Premiere. Beide waren jeweils über 50m und 100m Brust am Start, Franziska zudem noch über 50m Freistil. Beide Sportler waren vor ihren ersten Starts aufgeregt, da sie die Abläufe und die typische Atmosphäre der IDM noch nicht gewöhnt waren. Sie bekamen jedoch ihre Nervosität in den Griff und konnten ihre Starts erfolgreich gestalten. Franziska und Yannick erreichten jeweils persönliche Bestzeiten.

Das sächsische Team wurde durch die Sportler Viktor Schubert (Jugend B), Claudia Knoth, Marcel Ernst (beide offene Klasse) sowie Dr. Anne-Christin Hoffmann (Masters) komplettiert. Sie trugen ebenfalls mit Bestleistungen oder guten Platzierungen zum erfolgreichen Abschneiden der sächsischen Mannschaft bei.

Bild: Siegerehrung 400m Lagen internationale Wertung / Max Gelhaar (Quelle: SBV)



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